St. Peter

Alter: ca. 800 Jahre
Baustil: dreischiffige Basilika

Besonderheiten:
spätromanisches Kruzifix im südlichen Seitenschiff
Altar mit vier geschnitzten Engeln
mittelalterliches Pfeilerbild einer Kreuzigungsgruppe

Geschichte der Kirche

Schon zur Zeit Karls des Großen stand auf dem Platz der jetzigen Kirche eine Kapelle.
Vermutlich war sie aus Holz gebaut.
Erstmals schriftlich erwähnt wird eine Kirche in Leutershausen im Jahr 1180.
Der Name einer »St. Peter-Kirche« ist zum ersten Mal aus Jahr 1329 überliefert.

1433 wurde ein vollkommen neues Gebäude errichtet – eine in großen Teilen bis heute erhaltene 5-jochige Basilika.
Aus dieser Zeit stammen
- die unteren Teile des Turms,
- das Mittelschiff
- und der Chor.

Beschreibung der Kirche

In den Jahren 1875–1877 fügte man die jetzigen Seitenschiffe an.
Der Turm bekam seine gegenwärtige Höhe (44,5 m) und Form erst 1888.
Die letzte größere Renovierung der Kirche erfolgte 1971.
Altar:
Die Bildhauerarbeiten wurden von Josef Traxler aus Kapsdorf (Ortsteil von Abenberg, Landkreis Roth, Mittelfranken) geschaffen.
Die überragende Gestalt des sterbenden Christus (Kreuzhöhe: 6,9 m) ist von überallher im Gotteshaus zu sehen.
Christus zur Seite steht auf einem breiten Sockel eine beeindruckende Gruppe von vier großen Engelsfiguren (Einweihung: 19. Juli 1964).
Darunter befindet sich in einem mit Flügeltüren verschließbaren Schrein eine Darstellung der Einsetzung des Abendmahls (Einweihung: 25. April 1965).
Orgel:
Die große, den rückwärtigen Raum machtvoll beherrschende ->Orgel wurde mehrfach umgebaut und neu disponiert (1968, 1975 / 1989).
Ihre »romantische« Originalgestalt von 1878 (Werkstatt Georg Friedrich Steinmeyer, Oettingen, opus 158), ist als solche nur noch in Resten vorhanden.
Die Kirche ist tagsüber geöffnet.

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Kleine Kirchenführungen mit Musik

Hier gibt es in einer youtube-»playlist« einige kurze, meist mit Orgelmusik begleitete Video-Ausflüge zu sehen. Sie führen zu Kirchen, Gemeindehäusern, Friedhöfen und anderen sakralen Orten und Gegenständen im Dekanatsbezirk Leutershausen, gelegentlich auch als »Blick über den Gartenzaun« zu anderen Orten. Es empfiehlt sich die Verwendung eines Kopfhörers.

Die Reformation im Dekanat Leutershausen

Ausgangspunkt der Reformation im Dekanatsbezirk Leutershausen ist das Jahr 1528, als der Ansbacher Markgraf Georg »der Fromme« die Durchführung der Reformation veranlasste.

Ein zum Reformationsjubiläum 2017 herausgegebenes Buch widmet sich jeder einzelnen Gemeinde des Dekanates und greift wichtige Einzelthemen der Reformationsepoche auf.

Rainer Schulz: Das Jahrhundert der Reformation – Zitate, Quellen und Themen zum Jahrhundert der Reformation im Dekanat Leutershausen
(Hg.: Evang.-Luth. Dekanat Leutershausen), Leutershausen 2017
Vorstellung: Dekan Rainer Horn. 303 Seiten, DIN A 4, paperback, mit vielen Grafiken und Farbfotos
zu bestellen in den Pfarrämtern der Kirchengemeinden – Aktueller Preis: 18 Euro