Ökumenischer Ferienspaß

Ökumenischer Ferienspaß 2013

Am 09.08.2013 war es wieder soweit: die evangelische und katholische Kirchengemeinde beteiligten sich wieder am Ferienspaßprogramm der Stadt Leuterhausen. In diesem Jahr lautete das Thema „Schafe hüten und das Gleichnis vom guten Hirten“.

22 Kinder kamen zu unserem Treffpunk am Osterfeuerplatz in Lenzersdorf. Dort wartete schon unser waschechter Schäfer, nämlich Herr Obermeier. Er und seine zwei Hunde Caro und Senda hüteten an der Hutung 153 Merinolandschafe. Das sind Nutzschafe, die aufgrund ihrer hohen Robustheit fast das ganze Jahre im Freien gehalten werden können. Das dichte Fell schützt sie vor Hitze und Kälte. Es wird normalerweise im Frühsommer geschoren. Herr Obermeier erzählte von den alten Zeiten, als noch viele Landwirte eigene Schafe hatten und ihn (vor allem im Herbst) über ihre Wiesen ziehen ließen. Jetzt würden aber alle Flächen intensiv bewirtschaftet und auch die Biogasanlagen treten als Futterkonkurrent auf.

Schäfer ist ein Beruf. Allerdings ist er etwas außer Mode gekommen und nur ganze wenige Menschen wollen diesen Beruf noch ergreifen. Ein Schäfer darf nicht krank werden und kann schlecht in den Urlaub fahren; wer soll sonst die Schafe hüten? Herr Obermeier hat uns noch auf den Weg gegeben: Schafe sind entgegen dem Volksmund nicht dumm. Leider konnten die Schafe nicht gestreichelt werden. Das sind sie nicht gewohnt.

Dann fing es an zu regnen. Aber wir fanden Schutz unter einem dichten Blätterdach. Herr Dekan Horn trug seine christlichen Gedanken zum Gleichnis vom guten Hirten vor. In der Bibel ist von vielen Hirten die Rede. Der Hirtenberuf geht bis auf Adams Sohn Abel zurück. Schafe verlieren aber die Orientierung, so führte der Dekan aus. Deshalb brauchen sie einen Hirten. Sollte ein Schaf verloren gehen, dann sucht der Schäfer nach ihm. Eine hiesige Frau weinte vor Freude, als sie nach zwei Tagen ihr verlorenes Schaf im Dickicht fand. Auch Gott ist unser Hirte. Er und alle anderen freuen sich, wenn ein Mensch zu Gott kommt. Dann wird eine Party im Himmel gefeiert. Natürlich durfte auch der Psalm 23 nicht fehlen. Die Kinder unterstützten wortstark den Dekan.

 

Jetzt wurde es anstrengend; zu Fuß liefen wir nach Leutershausen. Dort angekommen stärkten sich alle Kinder mit Würstchen in der Semmel und Getränken. Die Pause dauerte nicht lange. Im Pavillon wartete bereits Frau Monika Ernst. Sie hatte ein echtes Spinnrad (ein zweites war vorhanden) und aufbereitete Schafswolle mitgebracht. Frau Ernst erklärte den Kindern das Spinnen. Nach der kurzen Theorie ging es ans Praktische. Zunächst musste eingefädelt werden. Dann durfte jedes Kind auf dem Spinnrad die Wolle zu einem Faden verspinnen. Manche brachten einen gleichmäßigen dünnen Faden zustande, bei anderen Kindern wurde er etwas ungleichmäßiger. Fertig ist der Faden! Frau Ernst hat sich viel Zeit genommen und den Kindern mit Ruhe das Spinnen gezeigt.

Da nicht alle gleichzeitig am Spinnrad sitzen konnten gab es eine zweite Aktivität. Aus Weidenstäben mussten Hirtenstäbe geschnitzt werden. Zwar waren die Ruten saftig und leicht zu schnitzen, aber es blieben leichte Schnittverletzungen nicht aus. Ein Pflaster spendete Trost.

Es hat sehr viel Spaß gemacht. Ein herzliches Dankeschön an alle Mitarbeiter/-innen.

Stephan Zinßel PGR

Ökumenischer Ferienspaß 2009

Am Freitag, 8. August 2009 haben die katholische und evangelische Kirchengemeinde zum wiederholten Male mit einem gemeinsamen Angebot an der Ferienspaß-Aktion in Leutershausen teilgenommen. Der Nachmittag, zu dem sich mehr als 20 Kinder angemeldet hatten, war mit einem interessanten Programm gefüllt.

Nach einem kurzen Fußmarsch zum Schloss Rammersdorf wurde uns von Herrn von Eyb das Mausoleum gezeigt. Den Kindern wurde diese außergewöhnliche Begräbnisstätte erklärt. Ein paar besonders Mutige wollten sogar bis in die Gruft absteigen.

Anschließend erhielten wir eine Schlossführung. Unser Bild zeigt die Teilnehmer vor dem Eingangsportal des Schlosses.

Nach der Rückkehr zum Zimmermannsplatz am Wohnpark wurde dort gerastet und gevespert.

Danach wurde den Kindern über Entstehung und die historische Bedeutung von Steinmonumenten (ein Objekt war ja vor Ort) bis hin zu neueren Wegkreuzen oder Kapellen anschaulich erzählt.

Auch die eigene Initiative der Teilnehmer sollte nicht zu kurz kommen. Daher war zum Abschluss das Belegen eines vorbereiteten Holzkreuzes mit Fliesen-Mosaik angesagt. Es entstanden zwei schöne Kreuze, die in den jeweiligen Gemeinderäumen einen Platz finden sollen.