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Kirchengemeinde Frommetsfelden

Der kleine Ort Frommetsfelden liegt wenige Kilometer von der Stadt Leutershausen altmühlaufwärts.
Alte Funde beweisen, dass dieses Gebiet schon in der Mittleren Steinzeit besiedelt war. Ab Anfang des 14. Jahrhunderts ist der Ort urkundlich erwähnt.
Die durch das Flussbett getrennten Dorfhälften verbindet die Altmühlbrücke, vermutlich aus dem 16./17. Jahrhundert. Sie gehört neben der Kirche zu den sehenswerten Bauwerken des Dorfes. In ihrer Nähe konnten Reste einer Furt festgestellt werden, die den Übergang der Weinstraße Nordenberg-Leutershausen darstellt.

Bis 1965 stand am südöstlichen Ortsrand das Erdgeschoss eines spätmittelalterlicher Wach- und Sperrturmes. In der seitlichen angrenzenden Böschung sind noch Anlagen von Bergkellern zu sehen, am nördlichen Ufer ein Flachsbrechhaus aus dem 19. Jahrhundert. 1972 wurde Frommetsfelden in die Stadt Leutershausen eingegliedert. Der Schulbetrieb (erstes Schulhaus aus dem Jahr 1790, zweites Schulhaus aus den 60ern) wurde eingestellt.

Die bis heute überwiegend bäuerliche Struktur Frommetsfelden wird durch einige Handwerksbetriebe ergänzt.
Die Kirchengemeinde umfasst 179 Glieder, die aus Frommetsfelden, Bieg und Pfetzendorf stammen. Sie unterhält einen Friedhof.

Die diakonische Arbeit im Bereich der ambulanten Krankenpflege wird vom Diakonieverein Obere Altmühl getragen.
Für die Gemeindearbeit wird das großzügige Gemeindezentrum genutzt, das in Zusammenarbeit mit GMS e.V. 2008 erbaut und finanziert wurde.

Die St. Erhardts-Kirche liegt inmitten der Dorfhälfte rechts der Altmühl. Ihre ältesten Bestandteile sind auf das 13. Jahrhundert zu datieren. Die Chorturmkirche liegt auffällig erhöht, umgeben vom eingemauerten Friedhof. Sie bietet einschließlich des Chorgestühls 250 Gottesdienstbesuchern Platz.
Die Kirchengemeinde Frommetsfelden hat seit ihrer Gründung eine bewegte Geschichte. Anfang des 15. Jahrhunderts von der Mutterkirche Geslau gelöst, zuerst von Buch am Wald mitversorgt, später mit Auerbach-Jochsberg eine Pfarrei bildend, gehört sie seit 2000 wieder zur Pfarrei Geslau.

In Zusammenarbeit mit dem dortigen Kirchenvorstand und weiteren neben- und ehrenamtlichen Mitarbeitern wird das Leben der beiden Kirchengemeinden aufeinander abgestimmt. Dazu gehört z.B. ein gemeinsamer Gottesdienstplan und Gemeindebrief, der Kirchenchor, deren Sängerinnen und Sänger aus beiden Gemeinden stammen, der Seniorenkreis, sowie weitere gemeinsame Veranstaltungen.
Die Verbindung zur Kirchengemeinde Buch a.W. wird durch einen Gemeindeverbund gewährleistet.