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Geschichte der Kirche

Auf dem Platz der heutigen Kirche stand seit 1417 eine der heiligen Maria Magdalena geweihte Kirche, die aber so baufällig geworden war, dass ein Neubau unumgänglich wurde.
Mehrere Pfarrer setzten sich für einen Neubau ein, hatten aber zunächst wenig Erfolg. Erst als ein Pfarrer eine Spendenliste herumgehen ließ und einmal 225 Gulden und das andere Mal 87 Gulden zusammen kamen, wurde die Obrigkeit aufmerksam.
Die Krone Preußens, die Einwohner von Gastenfelden waren ja Untertanen des Markgrafen zu Ansbach, wollten aber nur den Turm neu errichten lassen. Erst lange Verhandlungen führten schließlich zu den Neubauplänen der Kirche.
Am 19. Oktober 1794 erfolgte die feierliche Einweihung der im Markgrafenstil errichteten Kirche, die wie die Vorgängerkirche der heiligen Maria-Magdalena geweiht wurde.
Eine Gedenktafel am Turm erinnert noch heute an den Kirchenbau und die Kircheneinweihung. Sie trägt die Aufschrift: "Friedrich Wilhelm II., König von Preußen, ließ diese Kirche erbauen 1794." In der Kirche ist besonders der Kanzelaltar als Merkmals des Markgrafenstils beachtenswert.

Beschreibung der Kirche

Inmitten des Dorfes Gastenfelden steht die Markgrafenkirche von 1794. Wer durch den breiten Grund von Ansbach heraufkommt, erblickt schon von weitem den Turm der Pfarrkirche von Gastenfelden, der sich gedrungen und nur um ein Stockwerk höher als das Kirchenschiff erhebt.
Allein die Lage auf einem kleinen Hügel neben der Dorfstraße bedingt die monumentale Wirkung des Glockentur-mes, an den sich bis zum Oberstockwerk das Dach des Kirchenschiffes anfügt.

Durch die Höhe des Kirchenschiffes wurden viele Fenster notwendig, die übereinander in zwei Reihen angeordnet sind und dem Bauwerk viel Licht und Helligkeit geben. Die Kirche ist im typischen Markgrafenstil erbaut mit Kanzelaltar gemäß der damals herrschenden Bauauffassung. Interessant für Kunstliebhaber ist die romantische Orgel, die im Jahr 1904 von der Firma Steinmeyer aus Oettingen mit Taschenladen im historischen Orgelprospekt gebaut wurde und restauriert werden muss.
Am Glockenturm finden sich drei Glocken aus dem Jahr 1950, gegossen von K. Czudnochowsky (Erding/Obb.). Der Glockenturm wurde im Jahr 1987 außen, im Jahr 2000/1 innen renoviert. Die Kirche ist in der Regel geöffnet und steht Besuchern jederzeit zur Besichtigung zur Verfügung.

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 - St.Maria-Magdalena  (zuletzt geändert am  06.07.2009) -Besucher seit dem 19.11.2007