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Der mittelfränkische Jakobsweg

1986 hat der Europarat den Jakobsweg zur europäischen Kulturgut erklärt. Über Jahrhunderte war der "Sternenweg" einer der beliebtesten Pilgerstraßen. Das Grab des Apostels Jakobus d.Ä. in der nordspanischen Stadt Santiago de Compostela war vom 10. bis 15.Jahrhundert das Ziel ungezählter Pilger aus ganz Europa. Santiago wurde neben Jerusalem und Rom zum drittgrößten Wallfahrtsort der Christenheit. Das Netz der Jakobswege legte sich ein halbes Jahrtausend lang über den gesamten europäischen Kontinent.

Einer dieser Wege führte von Krakau über Prag, Pilsen nach Nürnberg und Rothenburg und von dort weiter über die Schweiz oder Frankreich nach Spanien. An der Strecke dieses hier beschriebenen "Camino" (span. "Weg", auch Kurzbezeichnung für Jakobsweg) befinden sich evangelische Jakobskirchen in größerer Zahl. Der Weg führt durch Wiesen, Felder und Waldgebiete. Er berührt Ortschaften und kulturreiches Land in Mittelfranken. Der Weg ist mit einer weißen Muschel auf blauem Grund markiert.

 

Wir empfehlen den Besuch der Jakobskirchen auf dem Weg. Die etwa 85 Kilometer lange Strecke soll Anreiz sein, im Urlaub oder an Wochenenden allein, mit der Familie oder in der Gruppe etappenweise zu wandern.

 

 

Entnommen der Broschüre "Der Jakobsweg", Text Paul Geißendörfer

Empfehlenswert ist das Büchlein "Auf dem Jakobsweg von Nürnberg über Heilsbronn nach Rothenburg o.d.T.", 1995 im Seehars-Verlag erschienen.